Seit über 10 Jahren war Annemarie März als Schatzmeisterin im Vorstand der „Gartenfreude Südost“ aktiv, hat akribisch die Finanzen verwaltet, doch am 22. Dezember 2018 blieb plötzlich ihr Herz stehen. Ihr Tod hat eine große Lücke nicht nur in den Vorstand des Vereins gerissen.

Gleich zu Beginn der jährlichen Hauptversammlung am 17. Februar im Saal des Vereinshauses gedachten die 144 anwesenden Gartenfreunde ihrer Schatzmeisterin und natürlich auch den 7 weiteren Gartenfreunden, die 2018 verstorben sind. Vereinsvorsitzender Michael Baumann lobte Annemaries unermüdliche Arbeit im Vorstand und versicherte den Angehörigen ein bleibendes Gedenken. Das waren keine leeren Worte, denn im Präsidium brannte eine Kerze zur Erinnerung.

Doch die Suche nach einer Nachfolgerin, einem Nachfolger gestaltet sich sehr schwierig. Trotz intensiven Bemühens ist es dem Vorstand noch nicht gelungen eine geeignete Kandidatin oder Kandidaten zu finden, so dass Michael Baumann erst einmal kommissarisch die Position zusätzlich übernimmt. Immerhin wurde der Vorstand auf der Mitgliederversammlung erweitert. Marlis Nagel wurde als festes Vorstandsmitglied in den Vorstand gewählt. Sie fungiert zukünftig als Schriftführerin. Weiterhin wurde Gartenfreund Andre Rosenberg als Beisitzer des Vorstandes mit beratender Stimme in den Vorstand berufen. Ein Jahr vor der Neuwahl des Vorstandes wurden damit bis auf den vakanten Posten der Schatzmeisterin wichtige Personalia abgesteckt.

Doch natürlich ging es auf der Jahreshauptversammlung um die Rechenschaftslegung des geschäftsführenden Vorstandes, der Licht- und Wasserinteressengemeinschaft sowie der Kassenprüfer. Zu Beginn seiner Ausführungen informierte Michael Baumann, dass dem Verein im vergangenen Jahr wieder die Gemeinnützigkeit zuerkannt wurde. In diesem Zusammenhang ermahnt der Vorsitzende die Gartenfreunde erneut, die vom bundesdeutschen Kleingartengesetz vorgeschriebene 1/3 Regelung, die ein Drittel kleingärtnerische Nutzung der Parzelle zur Pflicht macht, einzuhalten. Diesbezüglich beklagte er erhebliche Mängel in einigen Gärten. Die Zuerkennung der Gemeinnützigkeit ist in Zeiten verstärkten Wohnraumbedarfs in den großen Städten kein Selbstläufer mehr, wie Baumann an Hand von einigen Beispielen erläuterte. Auch deshalb wird der Vorstand zukünftig bei Pächterwechsel eine Kaution verlangen, um die Entfernung von Nadelgehölzen, die nicht konform der Kleingartenordnung sind, sicher zu stellen.

Doch es gibt auch erfreuliche Nachrichten zu verkünden. Im vergangenen Jahr hat der Vorstand zwei Fördermittelanträge gestellt, die eine gute Chance auf Bewilligung haben. Damit kann im Vereinshaus eine neue Gasheizung installiert und die Sanierung der Gartenwege weiter vorangetrieben werden. Der erforderliche Eigenanteil des Vereins ist im Finanzplan des Jahres 2019 eingestellt. Insgesamt geht es dem Vorstand nach Baumanns Worten bei seiner Arbeit darum, die vielfältigen Traditionen im Verein weiter zu führen. Damit meinte er nicht nur das Sommerfest 2018, das trotz schlechten Wetters wieder ein voller Erfolg war, auch die Seniorenweihnachtsfeier und die Bereitstellung von Grünschnittcontainern. Leider erschweren einige Streitigkeiten zwischen Gartennachbarn, wo der Vorstand schlichten muss, die Vorstandsarbeit. Eindringlich appellierte der Vereinsvorsitzende an die Gartenfreunde: „Redet miteinander und versucht Probleme selbst zu klären“.

Nach mehrheitlicher Bestätigung der Berichte und der Entlastung des Vorstandes für das Jahr 2018 durch die Mitgliederversammlung, ergriff LIG-Vorsitzender Jürgen Guhr das Wort. Er stelle den Antrag für dringend notwendige Reparaturen an Hauptverteilerkästen der E-Anlage im Jahre 2019 einen einmaligen Betrag in Höhe von 30 Euro von jedem Gartenfreund zu verlangen. Nach einigen Nachfragen beschließt die Mitgliederversammlung diesen Antrag mit großer Mehrheit.

Text: Matthias Kudra, Bilder: Rolf Heinze